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ZORN
Cruel Summer K20 / Efa
| Manchmal fragt man sich, was für Musik Techno-Produzenten früher, vor der Ära des elektrischen Instrumentariums gemacht hätten. Die meisten wohl Bumms-Polka, manche brutalen Blues und Michael Zorn, der hätte wohl ein kleines, feines Swing-Quartett geleitet. So funky und dezent groovt er mit dem Maschinenpark auf seinem ersten Album, dass selbst eine gerade Bassdrum wie in "The What-If Machine" eher unterschwellig animiert, als hart zu treiben. Kein einziger aufdringlicher Sound durchbricht das Soundbukett, selbst Knirsch-, Knack- und Schab-Geräusche treten gut erzogen im Abendanzug auf. Mal nähert sich Zorn dem Dub, mal wolkt er gen Ambient und selbst treibende Exkursionen durchbrechen nie den Grad feiner Selbstbeherrschung. Karl Koch |