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ZOOT WOMAN
Zoot Woman Labels / Virgin
| Mit "Living In A Magazine" galten Zoot Woman vor zwei Jahren als Wegbereiter der massiven 80ties-Welle. Ihr Interesse an glitzernden Soundoberflächen wurde nur durch das exquisite Songwriting irgendwo zwischen Steely Dan, Heaven 17 und Hall & Oates übertroffen. Versuche, ihre Künstlichkeit zur Pop-Dissidenz zu stilisieren, scheiterten hingegen. Es war halt das Jahr 2001, und nicht 1981. Stuart Price, eins der drei Zoot Woman-Mitglieder, wurde von Madonna als musikalischer Direktor ihrer Welttournee engagiert. Price spielte auch auf dem letzten Madonna-Album "American Life" mit ... und buchte es unter "Erfahrungswerte sammeln" ab. Nun also die zweite Zoot Woman-Platte, die Verletzlichkeit, Zorn, überhaupt Emotionen zulässt. Längst hat sich auch der 80ties-Bezug zur zeitlosen Form des guten Popsongs verflüchtigt. Wer drauf und dran ist, sowas wie die Pet Shop Boys der nächsten Generation zu werden, darf für blöde 80er-Revivalshows nicht in Geiselhaft genommen werden! Johnny Lipps |