YONDERBOI
Splendid Isolation
Mole Listening Pearls / Intergroove

Was zum Teufel? Nach Krähengekreisch setzt ein Kinderchor ein über triphoppigen Schlumpfbeats, dazu grummeln die Celli. Nur weil man Ungar ist, wie unser Yonderboi, darf man sich doch nicht jeden Kitsch erlauben! Und so scheppert die Platte weiter, elegische Klaviermotive über stumpfen Beats, Chorgeseier, als hätte Michel Cretu - hey, war der nicht auch Ungar? Rumäne? - immer noch seinen "Return To Innocence" vor sich. Na gut, es wird doch noch ein bisschen besser auf diesem Album. Melancholisch poppig nämlich, so zwischen Depeche Mode, Benjamin Diamond und The Cure. Mit Depri-Texten, die an Naivität kein Beispiel haben. Am besten gefällt noch der trockene Blues-Funk von "Follow Me Home" und das New Wave-Instrumental "Motor". Was für ein krudes Album! Vielleicht schon wieder gut?
Karl Koch