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STEVE WYNN
Here Comes The Miracles Blue Rose / Zomba
| Steve Wynn gibt sich bei seinem siebten Album mit der üblichen Laufzeit von 40 bis 50 Minuten nicht zufrieden. "Here Comes The Miracles" ist gleich ein Doppelalbum geworden, das die Kultfigur der kalifornischen Gitarren-Szene der 80er in Tuscon, Arizona mit Chris Brokaw (Come), Dave De Castro, Linda Pitmon, Chris Cacavas, Howe Gelb (Giant Sand), John Convertino (Calexico) und Johnette Napolitano (Concrete Blonde) eingespielt hat. Mit exzentrischen Meisterwerken der Rockgeschichte wie "Exile On Mainstreet" von den Stones als Vorbild hat das ex-Dream Syndicate-Mastermind tief in die Retrorock-Kiste gegriffen und knochentrockene Gitarrensongs produziert, die von Psychedelic über Garage, R&B, Country-Rock und Balladen alles abdecken, was Wynn im Laufe seiner langen Karriere so ausprobiert hat. Dabei ist es kaum verwunderlich, daß diese Leistungsschau die gleichen Höhen und Tiefen offenbart wie Wynns Karriere. Nichts gegen divergierende Stilrichtungen auf einem Album, aber reduziert auf die Hälfte wäre "Here Comes The Miracles" ein schönes Werk geworden. Manchmal ist weniger eben doch mehr. Volkard Steinbach |