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WOVEN HAND
Woven Hand Glitterhouse / Indigo
| Bei 16 Horsepower agiert er wie ein durchgeknallter Wanderprediger, der die Menschen von der Sünde befreien will. David Eugene Edwards, den man sich auch in der Rolle Robert Mitchums in "The Night Of The Hunter" vorstellen kann, agiert als Sänger so außergewöhnlich wie seine Band mit ihrer antiquarisch anmutenden Musik zwischen Country, Cajun, Blues, Appalachen-Folk, Rock und Gospel. Edwards ist jedoch zu sehr mit seiner Gruppe verwoben, als dass er bei seinem Solo-Projekt ganz andere Musik machen würde. Im Grunde ist Woven Hand die akustische Essenz von 16 Horsepower, eine dichte Bündelung von dräuenden Balladen, düsteren Ghosttown-Phantasien und rauschhaften Beschwörungen von Nick Cave'schem Ausmaß, aus denen die Passion wie dickes Blut heraustropft - und das selbst beim Bill Withers' Cover "Ain't No Sunshine". Das ist Musik, die einen vom ersten bis zum letzten Ton in ihren Bann zieht als akustische Umsetzung des amerikanischen Alptraums. Doch trotz aller Parallelen zwischen 16 Horsepower und Woven Hands - nie zuvor hat Edwards seine vokalistischen Fähigkeiten so ausgereizt wie hier. Spätestens jetzt sollten alle Jeffrey Lee Pierce-Vergleiche vom Tisch sein. Volkard Steinbach
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