WOODBINE
Woodbine
Domino / Zomba

Das britische Trio Woodbine schwelgt auf seinem Debut-Album in zarten Songskizzen. Behutsam werden die Töne gesetzt, akustische Gitarren verbreiten sanfte Folk-Atmosphäre, elektronische Geräusche sorgen für psychedelische Stimmungsbilder, verzerrte Bass-Figuren und verhuschte Beats für düstere Spannungen. Zusammengehalten werden die narkotischen Sounds und Harmonien durch die wunderbar fragile Stimme von Sängerin Susan Dilane, die wie unter Valium betörende Melodien säuselt. Das ist Musik von unwirklicher Schönheit, irgendwo zwischen den exzentrischen Ideen eines Syd Barrett und dem verspielten Kinderzimmer-Pop von Pram. Und wer sich noch an Opal, die Vorläufer von Mazzy Star, erinnert, findet bei Woodbine auch einige hübsche Parallelen.
Volkard Steinbach