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TRAIL OF DEAD
So Divided Interscope / Universal
| Pomp und ProgRock? Brauchen wir nicht. Aber eine Ausnahme machen wir doch: Trail Of Dead. Denn da gibt es viel zu entdecken - die Texaner bieten auf jeder Platte mehr Überraschungen als Ronaldinhos gesammelte Freistoßtricks. Wahnwitzige Instrumentalpassagen, Verschiebungen und Verschachtelungen, quer gedachte Popsongs. Es ist schon faszinierend anzuhören, wie der Beat in "Wasted State Of Mind" das doppelte Tempo gegenüber dem Gesang beibehält, wie "Eight Day Hell" sich perfekt ins Werk der Kinks oder Beatles einreiht oder dass man ausgerechnet ein Stück der unlängst aufgelösten LoFi-Sixties-Rocker Guided By Voices covert. Und dann seltsamerweise doch nichts wesentlich anders macht. Aber nicht alles glänzt: Manch längerem Track fehlt Inspiration und Spannung. Da macht sich eine Leere breit, die wir von den letzten beiden grandiosen Alben der Band nicht kennen. Unterm Strich ist "So Divided" aber immer noch eine großartige Platte, für die ich das Gesamtwerk von The Mars Volta gerne in die Tonne kloppe. Johnny Lipps |