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TOCOTRONIC
k.o.o.k L'age D'or / Universal
| "Let There Be Rock": die erste Single aus "K.O.O.K" ist perfekter, zitatreicher Pop, mit einem Text wie gemacht für zukünftige Cultural Studies-Archäologen. Auch sonst setzt es auf Albumlänge ein paar großartige Songs, etwa das hymnische "Jackpot". Davon mal abgesehen, geht es jedoch nicht so recht voran mit Tocotronic. Daß man nach dem Laut-Leise-Instantschema keine ganzen Alben gestalten kann, ist zwar schon eine Erkenntnis. Doch erst jetzt Slint und dunkle Sonic Youth-Momente zu rezipieren, ohne damit tatsächlich die eigene Komplexität zu erhöhen, ist nicht gerade eine atemraubende Leistung. Auch ein lupenreiner Pavement-Rip Off und die als Farbtupfer funktionierenden Produktionsbeiträge von Micha Acher und Thies Mynter helfen nicht weiter. Darunter liegt dasselbe Geschrammel wie eh und je. Und so führt das letzte Stück "Rock Pop In Concert" den Hörer in ein Sibirien des Sounds und gehört wohl zu den längsten Minuten, die man mit Musik verbringen kann, ohne daß es sich lohnt. Und doch: Toctronic haben sich ein wenig bewegt. Weg vom trotzigen Beharren zur Resignation. Man nennt das wohl Älterwerden. Karl Koch |