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TINDERSTICKS
Waiting For The Moon Beggars Banquet / Zomba
| Schon der Anfang ist großartig! Stuart Staples haucht "My hands around your throat". Dazu spielt leise eine spanische Gitarre, später legen sich Streicher über die Szenerie. Staples fleht: "Wake me up cause I'm dreamin'." Träumt er etwa davon, seine Partnerin, die neben ihm liegt, zu töten? Oder geht es um Sex? "Say that you want it ... " Mehrdeutige Geschichten mit erotischen Untertönen sind eine Spezialität des britischen Sextetts. 46 Minuten lang werden Gefühle aufgewühlt und in betörenden melancholischen Songs gebündelt, die aus der Verbindung von Folk, Blues, Chanson, Country, Psychedelic-Rock und klassischen Streicherarrangements entstehen und teils mit seltsam freundlichen Melodien glänzen. Wie etwa das wunderschöne "Sometimes It Hurts", ein Duett mit der franko-kanadischen Sängerin Lhasa De Sala. Ausfälle sucht man auf "Waiting For The Moon" vergebens. Mit ihrem sechsten Studioalbum haben die Tindersticks endlich wieder die Größe ihres grandiosen Debüt erreicht. Volkard Steinbach |