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TEXTA
gegenüber Plattenmeister / Indigo
| Auf der Plattenmeister-Labelcompilation "Medikamentendose" waren die fünf Österreicher schon mit ihrer ultraentspannten Jurassic 5-Kollaboration "Words" vertreten, einem wirklich schnaften Track, der auch zu den Höhepunkten des eigenen Albums gehört. Und auf dieser Langdistanz zeigen Texta, dass entspannte Buttergrooves ihr Ding sind. "Geschmeidig" würden sie wohl selbst dazu sagen. Über meist midtempigen, satten Beats sorgen immer wieder dramatische Filmgeigen, Vibraphone, Jazzpiano-Licks, Akustikgitarren und gar Mandolinen für Atmosphäre. Die Raps sind überwiegend ernsthaft, vergleichsweise metaphernarm, mehr fragend denn dogmatisch. Es wimmelt vor Gedankenspielen, Erörterungen, Disputen. Manchmal driften sie ins Esoterische, werden sentimental oder versteigen sich in abgedrehte SciFi-Abenteuer und, na klar, der Diss an die Fake-Rapper darf auch nicht fehlen. Texta hingegen sind weit entfernt von solchem "Schaß mit Quasteln, der zum bräckeln is" (nutzloses Zeug, das zum kotzen ist). Karl Koch |