SWELL
Feed
Beggars Banquet / Connected

Zwei Jahre nach ihrem fünften Album "For All The Beautiful People" gibt's nun also wieder ein Lebenszeichen der Band aus San Francisco. Zwar muß man sich bis zum Erscheinen des neues Albums noch etwas gedulden, aber die sieben Songs des neuen Mini-Albums "Feed" geben einen guten Eindruck, wohin Swell steuern. Der Sound ist härter geworden, die Gitarren klingen verzerrter und der schleppend-zerrende Rhythmus ist nun zum Teil im Computer generiert. Aber das heißt nicht, dass die akustischen Gitarren eingemottet wurden. Sie dominieren immer noch die meisten Songs, umrankt von an- und abschwellenden, elektrisch verzerrten Gitarrenlinien. Auch "Feed" frönt wieder jenem schläfrigen Psycho-Trümmer-Akustik-Rock, der Swell einst zu Kritikerlieblingen machte.
Volkard Steinbach