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GWEN STEFANI
The Sweet Escape Universal
| "Love Angel Music Baby", das Solodebüt der No Doubt-Frontfrau, war ein knallbunter Luftballon, prall gefüllt mit Disco, Rap, Wave, Electro, Soul, Pop und jeder Menge Selbstironie. Genau so hätte es weitergehen können, vor allem wieder in Zusammenarbeit mit Linda Perry. Aber die ehemalige Sängerin des One-Hit-Wonders 4 Non Blondes scheint mit Ausnahme der 80er-Elektropop-Reminiszenz "Wonderful Life"- mit Richard Hawley und Depeche Modes Martin Gore als Gästen - diesmal nur für die Mülltonne geschrieben und produziert zu haben. Stattdessen gibt es jede Menge Nellee Hooper und Neptunes, also mehr Dancebeats und computerisierten R&B, nur leider immer derart zackig und melodiefeindlich, wie man es derzeit von den Pussycat Dolls, Fergie & Co. bis zum Erbrechen hört. Ganz schlimm: Die erste Single "Wind It Up" mit Jodeleinlage und Rodgers & Hammerstein-Sample. Zu dem ganzen nervigen Rumgehüpfe, darunter ein Ragga feat. Pharrell, gesellen sich noch schmachtender Pianopop aus der Feder des Pianisten von Keane sowie eine nette Ballade ("4 In The Morning"), die ebenso wie der beste Song des Albums, der peppige Ska-Flirt "Don't Get Twisted", in Kollaboration mit No Doubts Tony Kanal entstand. Gerade deshalb sollte Gwen Stefani die Sache mit der Solokarriere vielleicht noch mal überdenken. Volkard Steinbach |