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THE STANDS
Horse Fabulous Echo / Pias
| Retro-Bands lassen sich in zwei Kategorien einteilen: Die, welche den alten Stilen und Sounds etwas Neues hinzufügen, und sei es nur in der Kombination, und die, welche gekonnt und lupenrein die klassischen Formeln benutzen, ohne dass erkennbar etwas Neues passiert. Zur zweiten Kategorie gehören leider auch The Stands, das Kind von Howie Payne. Opulent produziert ist "Horse Fabulous", Tom Rothrock hat ganze Arbeit geleistet. Und so können die epigonalen Songs, die sich zwischen George Harrisons Solowerk, America, frühem Bruce Springsteen und Bob Dylan bewegen, soundtechnisch hübsch glänzen. Aber so gelungen die einzelnen Songs auch sein mögen - sie sind sogar ziemlich meisterlich - es bleibt ein schaler Geschmack, wie zuletzt auch schon bei The Thrills. Ausnahme: "Nearer Than Green". Ein gemütlicher "Coffee And Cigarettes"-Song driftet in Sonic Youth-Gefilde. Vielleicht ist es insgesamt die Selbstgenügsamkeit dieser Musik, die einem mit altväterlichem Gestus ständig reindrückt, was gut und schön und bleibend ist. Kann man auflegen, um seinen Lehrer zu überzeugen, dass auch heute noch wertvolle Musik gemacht wird. Karl Koch |