|
DIVERSE
Badlands - A Tribute To Bruce Springsteens Nebraska Subpop / Wea
| Die Meinungen bei den Fans mögen geteilt sein, ob "Nebraska" Springsteens bestes Album ist, aber das verwirrendste ist es in jedem Fall. '82 erschienen, schreckte es mit beklemmenden Skizzen über urbane Einsamkeit und die Verlierer des amerikanischen Traums. Aber es waren nicht allein die Themen, die provozierten. Probleme machte vielmehr die Produktion. Ohne die E-Street-Band hatte der "Boss" zuhause auf einem 4-Spur-Recorder nur mit Gitarre und Mundharmonika 13 karge Stimmungsbilder eingespielt, von denen 10 veröffentlicht wurden. Auch wenn "Nebraska" zum kommerziellen Flop geriet, genießt es heute Kultstatus. Das meinen wohl auch die Künstler, die sich daran gemacht haben, Springsteens Masterpiece Song für Song neu einzuspielen, wobei die meisten gar nicht erst versuchen, die rustikal-reduzierte Atmosphäre des Originals zu reproduzieren. Doch vor vollen Arrangements schrecken Chrissy Hydne & Adam Seymour, Crooked Fingers, Ben Harper und Son Volt denn doch zurück. Außer dem lockeren Country-Swing von Hank III und Los Lobos, die "Johnny 99" im Tex-Mex-Stil interpretieren, dominieren elegische Folk- und Country-Oden, die zwar wunderschön sind (Ani DiFranco, Deana Carter, Dar Williams), aber Springstees Tristesse nicht gerecht werden. Allein Aimee Mann und Michael Penn treffen mit "Reason To Believe" die perfekte Balance zwischen Vorbild und persönlichem Ton. Ebenfalls absolut hörenswert sind auch die die drei damals nicht veröffentlichten Outtakes "I`m On Fire", "Down Sound Train" und "Wages of Sin", hier in Versionen von Johnny Cash, Raul Malo (Mavericks) und Damien Jurado. Volkard Steinbach |