SPARTA
Wiretap Scars
Dreamworks / Universal

At The Drive In tourten so lange, bis die Band tot war. Nun leben ihre Einzelteile weiter, ein Teil davon als Sparta. Musikalisch hat sich nicht allzuviel geändert, könnte diese Platte durchaus auch als At The Drive In-Platte durchgehen. Doch vielleicht leben die Spartaner ihren Hang zu Hymnen noch mehr aus als vorher. Vielleicht fehlt diese gewisse Spannung in ihren Stücken, ist zu vorhersehbar, wann sich der Song in die Weite des Refrains öffnet. Vielleicht dominieren die melancholischen Momente gegenüber der politisch korrekten Vitalität der Vorläuferband. Aber vielleicht ist das auch genau die Platte, die die Band und ihre Fans nach dem Split verdienen. Erst das nächste Album läßt sich dann rein als Sparta-Produkt würdigen.
Karl Koch