SPANK ROCK
Yoyoyoyoyo
Ninja Tune / Rough Trade

Gibt es eigentlich den Hype als eigenes musikalisches Genre? Für all das, was rotzfrech, hysterisch und upfront zusammengeschustert wird? Wir erinnern uns an den Soundclash der britischen M.I.A. oder das Stakkato-Gerappe der Grime-Nervensäge Dizzee Rascal. Auch der selbsternannte "Gameboy"-Rapper Spank Rock aus Baltimore pfeift auf alle Konventionen: Tolldreist verhackstückte Electro-Bretter und angeranzte House-Basslines aus "I like to move it, move it!"-Zeiten sind ihm für die Sause gut genug. Darüber rappt er wie die 2Live Crew auf ihrer eigenen Karaoke-Party von einer "Backyard Betty", der man es mal so richtig besorgen müsse. Die x-rated Vocals des Hektikers werden dazu dann monoton geloopt. Eine zuverlässig "verstörende" Anschaffung, um die eigene Musiksammlung stilistisch aufzumotzen? Ach, eher doch ein dilettantisches Machwerk.
Frank Krings