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SOLOMON BURKE
Don't Give Up On Me Fat Possum / Epitaph
| Nein, nicht der totgesampelte James Brown ist der wahre König des Soul. Die Krone steht einzig Solomon Burke zu. Weil der große und ziemlich fette alte Mann bereits mit dem ersten Ton seiner Stimme an allen Gefühlsnerven zieht. Sein Organ hat jene Sonorität, die einen vertrauensvoll zu heftigen Gefühlsausbrüchen verleiten kann. Allein schon dieses gewisse Timbre - die Rolling Stones wussten schon, was sie taten, als sie ihre Karriere mit dem Cover eines seiner Songs starten. Nun ist es an Burke, seine eigene Laufbahn mit einem Album voller Interpretationen und Cover zu einem weiteren Höhepunkt zu bringen. Beehrt werden etwa Tränenzieher von Tom Waits, Dylan, Elvis Costello und Dawn Penn. Das Tempo ist angemessen balladesk und gibt, vor zurückhaltend spielender Band, Burke stimmlich die Gelegenheit, jede Nuance der Texte durch leichte Tonverschiebungen oder Wiederholungen auszuschöpfen. Großartig! Wer da nicht sofort mitfühlt, muss seine Seele auf Eis gelegt haben. Adrian Wolfen |