DANI SICILIANO
Slappers
K 7 / Rough Trade

Seit 1998 ist es Dani Sicilianos Stimme, die den Alben des britischen Klangmagiers Matthew Herbert ihren speziellen Reiz verleiht. Herbert revanchiert sich dafür mit der Coproduktion von Danis zweitem Soloalbum. Angefangen beim energischen, rhythmisch verspielten Titelstück, das auch gut von Gwen Stefani stammen könnte, bis zum hypnotischen "Repeats" und dem Acid-Soul zum Ausklang, "Be My Producer", erweist sich "Slappers" als spannungsreiche Collage aus extravaganten Beats, Samples und Sounds. Dani Siciliano ist dabei mit ihrer Verquickung von Pop, Elektronik und Dance nicht allzu weit von Moloko entfernt. Wobei sie jedoch mehr auf die Faszination ihrer Stimme und auf clubtaugliche Grooves, denn auf echte Songs setzt. Die Ausnahmen: "Why Can't I Make You High" ist ein prächtiger Swamp-Blues á la Tom Waits und "Frozen" erinnert an Portisheads dunkel trippige Balladen.
Volkard Steinbach