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SEEED
Next! Downbeat / Warner Music
| Gibt es außer Reggae-hassenden Faschisten eigentlich irgend jemanden in Deutschland, der Seeed nicht mag? Das 11-köpfige Riddim-Einsatzkommando aus Berlin tourt seit sieben Jahren mit Pauken und Trompeten durchs Land und macht damit Reggae populärer, als Bob Marley zu Lebzeiten. Auch wenn es sich furchtbar langweilig liest - nach ihrem erfolgreichem Album "Music Monks" hat sich mit "Next" eigentlich nichts geändert: Es herrscht mal wieder die typische Seeed-Kombi aus langsam schunkelndem Roots-Reggae und tanzwütigen Dancehall-Arschwacklern. Auch die zackigen Ska-Trompeten und der sloganhafte, englisch-deutsche Sprechgesang von Pete Fox sorgen erneut für das optimistische Bauchgefühl bei Seeed. Lediglich ein kleiner Hauch von R&B nach der Neptunes-Formel ist bei elektrifizierten Clubnummern wie "Please" und "Can't Hold Me" zu vernehmen. Betont lässig natürlich, wie überhaupt ihre Interpretation von Reggae im Gegensatz zu Folkloristen wie Gentleman eher undogmatisch daherkommt: "Uuh Babe, schwing dein Teil - Seeed geht ab und ihr geht steil!" So ist es. Frank Krings
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