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SEED
Music Monks Downbeat / Eastwest
| Als Seed vor fünf Jahren mit "Dickes B" die bis dato beste Berlin-Hymne komponierten, war schon klar, daß ihre Kombi aus New Orleans-Marching Band und Reggae-Soundsystem alle Sommerfestivals rocken würde. Auch auf Platte ist die Mischung aus berlinerndem Patois, Mörderbässen und Schluckauf-Rhythmen recht beeindruckend. Clubtaugliche Po-Schwinger wie das verwinkelte Titelstück treten jedoch gegenüber traditionellen Einflüssen aus Roots-Reggae und Ska etwas in den Hintergrund. Zu einem umfassenden Reggae-Verständnis gehört das wohl dazu, ebenso wie Gastauftritte von altgedienten Dancehall-Recken (Anthony B, Tanya Stephens). Dabei versuchen Seed, im Gegensatz zu Gentleman, nicht originaler zu sein als die jamaikanischen Vorbilder - und begeistern damit sowohl Bob Marley-Puristen, Deutsch-Rap-Fans als auch die Dancehall-Ragga-Fraktion. Das Sommeralbum schlechthin! Frank Krings |