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SCOTT WALKER
The Drift 4 Ad / Indigo
| 1984, 1995, 2006. Unfassbare 11 Jahre liegen jeweils zwischen den letzten drei Scott Walker-Alben. Wobei die Musik des dramatisierenden Crooners mit den stimmlichen Möglichkeiten eines Opernsängers immer stärker in eine vom sonstigen Pop abgetrennten Parallelwelt abdriftet. Bei Walkers ausdrucksstarken Soundtrips denkt man an Terror, Isolation, 9/11 oder deren unheilschwangere Vorahnungen, etwa beim intensiven "Clara", das man sich besser nicht nachts mit Kopfhörern anhören sollte. Dies düstere Pochen, unerträgliche Stille, die Dramatik in der Stimme, ein anschwellendes Orchester, dröhnende Gitarrendrones. "I'm the only one left alive" wiederholt er mantraartig klagend. Intensitäten, die heutzutage ihresgleichen suchen . Beim Suchen nach neuen Sounds ließ Walker angeblich sogar Schweinehälften aufeinander prallen. Eine Platte, die verstört. Johnny Lipps |