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LEON REDBONE
Anytime Blue Thumb / Universal
| In den frühen 70ern tauchte Leon Redbone auf der Szene auf. Ein komischer Kauz, mit weissem Anzug, guten Manieren und einem Bariton, der sich gemütlich durch alte Jazz- und Vaudeville-Klassiker croonte. Dazu gab's Banjo- und Klaviergeklimper, Klarinettentöne und den einen oder anderen Jodler, mitunter auch entlang eines Dylan-Covers. Ach ja, Dylan war einer der ersten, der Redbone weiterempfahl; und alsbald hatte Redbone in Dr. John, Maria Muldaur und David Bromberg Mitstreiter für zeitlos klingende Musikschrullen gefunden. Alle Jahre wieder erscheint ein neues Album des seltsamen Musikers, der sich seinen Lebensunterhalt als Synchronsprecher verdient. Nach sechs Jahren Pause meldet er sich nun zurück, und, tja, es klingt wie einst: Banjo- und Klaviergeklimper, Klarinettentöne, Jodler und dieser Bariton, alles entlang von Vaudeville- und Jazzklassikern. Wie bitte, das hatten wir schon mal? Ach nö, klingt immer wieder wie neu! Adrian Wolfen |