RANCID
Rancid
Epitaph / Connected

Diese Platte wird unterstützt vom Verband für bodenständiges Handwerk. Ein solides Gerüst aus Punkrock-Akkorden, zwar etwas grobschlächtig hier und da, aber wir befinden uns ja auch in einer Blockhütte, die aus Punk- und Ska-Brettern zusammen gezimmert wurde, und nicht im Wohnzimmer eines Dancefloor-Designers. Den Meisterbrief für ihren ruppigen Sound haben Rancid natürlich schon etwas länger in der Tasche. Besonders ihr drittes Album "And Out Come The Wolves" wurde begeistert aufgenommen. War ja auch eine tolle Mischung, diese wütenden Punkriffs und die krachigen Ska-Beats. Auf dem neuen Album ist der Anteil an Ska allerdings auf ein Mindestmass reduziert worden. Stattdessen lebt hier wieder die 77er Streetpunk-Attitüde auf, mit deutlichen Referenzen an die englische Szene von damals. Discharge lassen schon grüssen. Sowas haut einen nicht unbedingt vom Hocker, denn Rancids doch arg eingeschränkte musikalische Fähigkeiten lassen natürlich keinen Spielraum für Experimente. Aber das ist ja auch nicht ihr Anliegen. Sie wollen lieber nur draufhauen. Wem das genügt, der wird hier bestens bedient.
Mirko Puzic