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HUGO RACE & THE TRUE SPIRIT
Last Frontier Glitterhouse / Tis
| Um Konventionen hat sich Hugo Race noch nie gekümmert. Und so pendelt der frühere Bad Seeds-Mastermind auch auf "Last Frontier" zwischen den Grenzen. Das ist zum einen durchaus wörtlich zu nehmen: Die Songs wurden an verschiedenen Orten eingespielt - Berlin, Melbourne, Catania, Cincinnatti, Bochum. Doch es gilt auch für die Musik. Race geht weg von den oft rüden Attacken der Vorgänger-Alben. Statt dessen: Melodie-Rudimente über hypnotisch repetitiven Klangschleifen, scheppernde Blues-Rhythmen, Jazz- und Bossa-Nova-Elemente, minimalistische Gitarren, sphärische Keyboards, eine gestopfte Trompete; dazu rezitiert er die Texte mehr, als daß er sie singt. Das atmet oft die düstere Atmosphäre von Jim Jarmuschs Filmen, hat jedoch auch erhebende Momente - etwa im überraschend melodiösen "Polestar" oder dem schönen "Lost", einem Duett mit Marta Collita. Ein Album, das man auf eine Stufe mit Tom Waits stellen darf. Michael Müller |