QUEENS OF THE STONE AGE
Songs For The Deaf
Interscope / Universal

Das ist doch toll! Da erwarten alle mit großen Augen von den Mannen um Josh Homme ein richtig gutes Rockalbum, schliesslich sitzt diesmal ja ein Dave Grohl am Schlagzeug und so ... und dann kriegt man auch genau das auf den Tisch. Mit ihrer dritten CD zeigen die Queens auf die Zwölf. Einfach mal eben geschmackssicher einen Haufen Rock-Klischees und Muckertum mit lässiger Zurückgehängtheit nebst einer furztrocken mittenlastigen Produktion zusammenwerfen, und fertig ist das amtliche Elaborat. Wobei amtlich in diesem Falle mehr ist, als diese Muckervokabel normaleweise beinhaltet. Der schmale Grat zwischen Theatralik und Lässigkeit wird bis auf die Spitze eines lediglich virtuellen Drogenberges getrieben. Ein Grinsen auf dem Gesicht bleibt. Und auch die Tatsache, dass man sich den grandios goofigen Dean Ween ins Studio eingeladen hat, zeigt, was hinter der Stoner-Rock-Fassade steckt: Spass. Daran, ein gutes und lässiges Rockalbum einzuspielen. Mit allem, was es dazu braucht, mit eben jener Portion gescholtenen Muckertums und all den Rock-Klischees. Nur geschmackssicher muss man halt sein!
Bernd Ahlert