IAN POOLEY
Since Then
V2 / Zomba

"Meridian" vor zwei Jahren war schon sehr schön. Doch die neue Ian Pooley ertrinkt fast schon vor Schönheit, Sommer, Wärme, edel polierten Melodien und dekadent groovenden Beats. Noch stärker sind hier die Afro- und vor allem Brasil-Einflüsse, explizit gemacht und mit Sängerinnen auf Pop getunet. Keine Überraschung, denn Pooleys House-Musik hat seit seinen Anfängen als T'N'I oder Spacecube schon immer nach großer Geste und fernwehgeladener Sehnsucht geklungen. Und selbst, wenn er die Kitschgrenze gerne mal überschreitet: An diesem Album gibt es nix zu mäkeln. Die Sounds luftig und süß wie frisch geschlagene Zabaione, die Beats rund und kickend samt Samples zum Verlieben. Hätte man nur einmal im Jahr eine Party mit den harmonischen Schwingungen dieser Platte, man wäre ein glücklicher Mensch.
Karl Koch