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ROBERT PLANT
Dreamland Mercury / Universal
| Die Stimme von Led Zeppelin meldet sich zurück. Zuletzt konnten Fans Robert Plants immer noch beeindruckende Stimmbandakrobatik auf "No Quarter" (1995) und "Walking Into Clarksdale" bewundern, jenen Kollaborationen mit seinem alten Zeppelin-Kumpel Jimmy Page, die weit entfernt von Hardrock-Nostalgie klassische Songwriter-, Rock- und Blues-Werte beschworen. Auch "Dreamland" - diesmal ganz ohne Beteiligung von Page - vertraut den Traditionen, und das nicht nur stilistisch. Die Songs sind ebenfalls überliefert - echte Klassiker des amerikanischen Songbooks. Wie "Hey Joe", das Plant und seine Band Strange Sensation in eine bluesig-psychedelische Geister-Beschwörung mit Jim Morrison-Touch verwandeln. Der Rest, darunter Tim Buckleys "Song To A Siren", Dylans "One More Cup Of Coffee" und "Darkness Darkness" von den Youngbloods, wird einer nicht weniger grandiosen Neubearbeitung zwischen Blues, Folk und Acid-Rock unterzogen, wobei besonders die Gitarrenarbeit überzeugt. Da kann man auf Herrn Page gern verzichten ... Volkard Steinbach |