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MADELEINE PEYROUX
Careless Love Emarcy / Universal
| Ach, Jazz gibt's ja auch noch. Auch wenn dort kaum noch Songs geschrieben werden und zeitgenössische Interpreten nichts anderes sind als eben nur Interpreten klassischer, abgeschlossener Musik, aus der sich jeder, von Harald Juhnke bis Robbie Williams, die passenden Preziosen aussucht. In diesem Sinne gehört Madeleine Peyroux zur Schule der Billy Holiday-artigen, mit ihrem rauchigen Alt, ihrer tonverschleppenden Rhythmik und der Auswahl des Songmaterials. Alte Blues-Standards, W.C. Handy, dazu Leonhard Cohen und Hank Williams, sprich: Peyroux steht in einer großen Tradition, aber Eigenes ist nicht zu hören. Dazu schrummt die Band höchst elegant in kleiner Barjazz-Besetzung. Das ist schick, stilvoll und gediegen für jeden, der Norah Jones und Robbies Swingalbum im Stau hört oder in Ally McBeal-Bars abhängt. Karl Koch
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