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NAS
God's Son Columbia / Sony Music
| Jedes neue Werk des Storytellers aus Queensbridge ist erstmal mit Vorsicht zu genießen: Seit dem legendären '94er "Illmatic"-Debüt, das zum N.Y.-Klassiker avancierte, hat Nas eher enttäuscht. Umso erfreulicher ist der Opener "Get Down", bei dem er über James Brown-Breaks ("The Boss", "Funky Drummer") seinen geschmeidigen, eindringlichen Flow ausbreitet. Auch die heftige Single "Made You Look" gerät mit Pistolenschüssen, "Apache"-Breakbeats und Acapella-Einlagen zur echten Streethymne. Doch leider will es Nas mal wieder allen recht machen: Die R&B-Tracks mit Alicia Keys, Kelis und Claudette Ortiz (City High) sind eher langweilig und alles andere als harmonisch arrangiert. Da hätte man vom ex-Fugees-Produzenten Sam Remi mehr Fingerspitzengefühl erwartet. Und warum er noch eine Tonspur von 2Pac, dem ewigen Untoten des Hip Hop, für ein kitschiges Strandgitarren-Duett rauskramt, bleibt sein Geheimnis. Ja, es ist immer wieder schön, Nas rappen zu hören ... aber nur drei überzeugende Tracks pro Album sind zu wenig. Frank Krings |