NAS
Nastradamus
Columbia / Sony Music

Kaum zu glauben, daß Nas mit seinem Debut seinerzeit alle Hip Hop-Fans verzückte. Was er momentan auf dem inzwischen vierten Album präsentiert, sind reichlich kommerzielle Nummern, die etwas protzig und gelackt wirken und nur noch wenig mit seinen Hardcore-Wurzeln gemein haben. Allein die DJ Premier-Produktion "Come Get Me" ragt etwas heraus - der Rest ist radiokompatibler Hip Hop ohne Leidenschaft. Dafür gibt er reichlich dumme Sprüche wie auf "Kill Kill Kill Murder Murder Murder" von sich. Mit einer "Persiflage" eines Radio-Werbespots für Drogen (womit sicher nicht Hasch oder Marihuana gemeint sind) nährt er zudem die Gerüchte, daß er diesen nicht gerade abgeneigt ist. Ob das US-Teenager wirklich als (vermeintliche?) Ironie verstehen? Auch der "secret Track" mit Afrob (eine Neuauflage von "Hate Me Now") ist eigentlich nicht der Rede wert. Bleibt nur eins: ab in die Tonne damit.
Mr. Chekov