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PAT METHENY & BRAD MEHLDAU
Metheney Mehldau Nonesuch
| Seit den 90ern wird Brad Mehldau als Erneuerer des Jazz-Klaviertrios gehandelt. Der Herr hat eine auffällige Vorliebe für Melodien und handelte sich schnell den Vorwurf ein, sein Jazz sei etwas verzuckert. Brad Mehldau ist aber auch ein bißchen wahnsinnig und mag Drogen. Seine Musik enthält melancholisch-expressionistische Passagen, die jenseits des Schönklangs liegen. Mit dem freundlichen Übervater des modernen Jazz, Pat Metheny, hat er nun eine Duo-CD eingespielt (nur auf zwei Stücken greifen die Kollegen aus Mehldaus Trio helfend ein). Klavier und Gitarre sind nicht die klassischen Duo-Partner. Aber hier entstehen Songs - Mehldau und Metheny haben selbst komponiert - die an frühe Metheny-Platten erinnern, als eine Fröhlichkeit und Leichtigkeit in den Jazz kam, die auch Pop-Fans gefiel. Das ist hier ähnlich. Man droht nicht, vom Anspruch überwältigt zu werden, es klingt einfach nett, entspannend. Wenn man genau hinhört, merkt man, dass die Herren eine Menge sehr guter Ideen in ziemlich kleine Portionen verpacken können. Tim Aulbid |