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MEGADETH
Risk Emi
| Spiel auf, Zigan! Tut er auch und auf geht's in den Psychedelic-Stomper "Insomnia". Kenner fragen da, ob Dave Mustaine wieder auf Droge ist, aber nein, er verarbeitet nur seine Vergangenheit. Trotz großem Gerede von wilden musikalischen Experimenten, sei dem Freund metallischen Liedguts gekündet: Megadeth heißen noch lange nicht Paradise Lost und werden sich hüten, sich ganz in die Arme der elektronischen Heilsversprechungen zu werfen. Hier ist alles drauf, was auf einem breitwandigen Metalalbum drauf sein muß. Epische Powerballaden mit Giftzahn, hymnische Chöre, grantiges Gerocke und eine herrliche Death Metal-Parodie. Obwohl, so klar kann man das nie sagen. Richtig supereindeutig ist dagegen die erste Single "Crush 'Em". Laut David Mustaine soll dieser Song in Zukunft den Torjubel bei Heimspielen seiner Lieblingsmannschaft Phoenix Coyotes unterstützen. Klingt zwar harmlos, aber natürlich ist es in Wirklichkeit der Soundtrack zum volle Pulle in den Gegner einbrettern und nachtreten bis zur Kieferkomplettablösung. Karl Koch |