J MASCIS AND THE FOG
More Light
City Slang / Virgin

Nein, so weit wie Goethe ist J Mascis noch lange nicht. Es geht ihm einfach nur wieder ein bisserl besser. Und nicht nur das Cover mit der bekannten Krakelschrift bestätigt, dass man wieder mal ein Dinosaur Jr.-Album in den Händen hält. Diesmal hat Mascis fast alles selbst gespielt, mit einer kleinen Hilfe von Kevin Shields (My Bloody Valentine) und Bob Pollard (Guided By Voices). Schön ist es, den alt gewordenen Wegbereiter so fröhlich und knackig zu erleben. Der Opener "Sameday" hat fast schon "Freak Scene"-Format, so euphorisch singen hier die Gitarren. Überhaupt sind die Songs so klassisch und geglückt, als hätte sich Mascis die besten Sachen für sein Alterswerk aufgehoben. Von "Where'd You Go', einer hymnischen Ziggy Stardust-Paraphrase, über das Neil Young'sche "Grand Me To You" bis zum brachialen Lärmgeprügel des Titelstücks sind alle Elemente vertreten, die J Mascis-Freunde glücklich machen.
Karl Koch