DIVERSE
1 Love
Wea

Anlässlich des 50. Geburtstages des NME haben die Macher des Magazins eine Compilation zugunsten der Organisation "War Child" zusammengestellt. "1 Love" wird mit Sicherheit ein Erfolg, sind hier doch ausschließlich Neuaufnahmen am Start. 16 Top-Acts covern 16 UK-Nummer-1-Hits, wobei manche der Beteiligten mehr, andere weniger Einsatz zeigen. Bestnoten bekommen Muse für ihr orgiastisches "House Of The Rising Sun", Elbow für eine abgespeckte Version von "Something In The Air" (Thunderclap Newman), Starsailor für ein bittersüßes "All Or Nothing" (Small Faces), sowie Jimmy Eat World, die Prodigys "Firestarter" in eine fiebrige Rockballade verwandeln. Prodigy selbst machen den Ska-Klassiker "Ghost Town" (Specials) zum Electro-Dub. Ebenfalls gelungen: Stereophonics' kratziges "Nothing Compares To U", Oasis mit einer Valium-Variante von Slade, Faithless und Dido mit "Dub Be Good To Me" sowie Feeder mit einer bombastfreien Ausgabe der Bombastballade "The Power Of Love" von Frankie Goes To Hollywood. Seltsam uninspiriert dagegen Badly Drawn Boy sowie die Manic Street Preachers. Und auf Take Thats "Back For Good" von McAlmont & Butler hätte man auch besser verzichtet. Dennoch: "1 Love" macht sich gut auf dem Gabentisch!
Volkard Steinbach