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LOUIS LOGIC
& J.J. BROWN
Misery Loves Comedy Fat Beats / Groove Attack
| Wer über Herzeleid zu klagen hat, macht daraus nicht unbedingt eine Hip Hop-Platte. Aber so ist er eben, der Louis Logic: Ein unberechenbarer Schelm, der schon rein äußerlich eher als Lenny Kravitz' kleiner Bruder, denn als nächster 50 Cent-Klon durchgeht. Mit glasklarer, hoher Stimme rappt und singt er von peinlichen Partnerschaften und versteckt dabei in jeden zweiten Reim ein paar Obszönitäten. Den liebeskranken Tunichgut, als den sich der ex-Profiskater hier darstellt, nimmt man ihm nicht wirklich ab. Stücke wie das mit einem triumphierenden Bläser-Sample unterlegte "Captain Lou El Wino" oder das mit Schubidu-Chören verzierte "Morning After Pill" sind dafür einfach zu ironisch. Produzent J.J. Brown scheint ganze Berge alter Motown- und Jazzplatten sein eigen zu nennen und schustert damit die bodenständige Grundlage für den Exzentriker Louis Logic. Der könnte mit seiner "Elendskomödie" zum Adam Green der Hip Hop-Szene werden. Frank Krings
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