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ALEX LLOYD
Black The Sun Emi
| In seiner Heimat Australien, wo "Black The Sun" Platin-Status erreicht hat, ist Alex Lloyd längst populär. Aber auch außerhalb des fünften Kontinents trat der Mann schon in Erscheinung. So lieferte er mit "Snow" einen der Höhepunkte des Soundtracks zum zweiten Teil des Teen-Horrors "Scream". Man kann den 25-jährigen Songwriter ob seines ebenso innovativen wie unorthodoxen Umgangs mit Stilen und Instrumenten auch als australischen Beck bezeichnen. Man höre nur den Album-Opener "Melting", der beatleske Harmonien mit Blues-Fragmenten und experimentellen Samples verbandelt. Oder "Something Special", das hüpfende Hip Hop-Beats auf zerrenden Psychedelic-Rock treffen läßt. "Black The Sun" hält aber noch weitere Überraschungen parat. Ruhige, introvertierte Titel sowie die herzerweichenden Pretiosen "Aliens" und "Backseat Clause" zeigen einen empfindsamen Künstler mit Gespür für wohl strukturierte Popsongs. "My Way Home" empfiehlt sich mit seinem relaxtem Hypnose-Rhythmus für den nächsten "Café del Mar"-Sampler, und "Gender" zelebriert Blues und Rock ähnlich verschwörerisch und halluzinogen wie die finnischen 22 Pistepirkko. Unbestrittener Höhepunkt ist jedoch der Titelsong, eine wunderschöne Pop-Passion. Alex Lloyd: den Namen sollte man sich merken. Volkard Steinbach |