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LIGHTNING SEEDS
Tilt Epic / Sony Music
| Mit cleverem Britpop, der ins Ohr geht wie nichts anderes derzeit, beglücken uns die Liverpooler Lightning Seeds. Da es ihnen trotz beatlesker Sehnsuchtsmomente manchmal an Soul mangelt, soll dieser nun via Al Green-Sampling geradezu amtlich verbrieft werden. Und dann gibt es da noch diese alte Fleetwood Mac-Sequenz, die in eine Nummer eingewebt wird. Lightning Seeds-Chef Ian Broudie sucht aber auch nach Möglichkeiten, den eigenen traditionellen Wertarbeits-Pop behutsam zu modernisieren. Die findet Broudie beim Nächstliegenden: Loops, Elektronik und Sequencer sollen es unter anderem richten. Außer einer offensichtlichen Chemical Brothers-Parodie und einigen New Order-Annäherungen hat sich aber nichts wesentlich verändert. Die Lightning Seeds bleiben letztendlich doch, was sie sind. Verläßliche Popgrößen, die es aber nie bis in die Spitze der Lieblingsplatten-Bestenlisten schaffen werden. Johnny Lipps |