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LAMBCHOP
Nixon City Slang / Virgin
| Kritiker schwärmen in den höchsten Tönen von der Band aus Nashville. Und das bislang auch immer zu Recht. Denn wie Lambchop auf ihren ersten drei Alben den Bogen schlugen von Zeitlupen-Country-Folk und klassisch inspirierter Kammermusik zum Soul der 70er, war schlicht unvergleichlich. Auch Album Nr. 4 versucht wieder ein singuläres Ereignis zu markieren. Nur muß sich das 13-köpfige Ensemble plus diversen Gästen - man darf auch von einem Ballroom-Orchester sprechen - nun an seinen eigenen Vorgaben messen lassen ... und da schneidet "Nixon" leider nicht allzu gut ab. Da gilt nicht für herrlich kuschelige, opulent arrangierte Epen a la "The Old Gold Shoe" oder romantisch von Streichern umschwärmte, Burt-Bacharach-artige Popballaden. Hier zelebriert Kurt Wagner, der Kopf des Unternehmens, mit seiner sonor-schlaftrunkenen Stimme wieder große Gefühle zu exquisitem Wohlklang. Schlimm wird es erst, wenn Lambchop zur Soul-Band mutieren, Wagner wie ein Kastrat schmachtet und im Hintergrund käsige Chöre und kitschige Las-Vegas-Arrangements regieren. Doch vielleicht soll das alles nur ein Fake sein, eine Karikatur von Soul. Wenn ja, dann haben Lambchop letztlich doch ins Schwarze getroffen, und nur der Rezensent hat`s nicht verstanden. Soll ja vorkommen ... Volkard Steinbach |