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LAMB
What Sound Mercury
| Fast hätte es dieses dritte Album des Trip Hop-Duos aus Manchester nicht gegeben. Nach dem düsteren "Fear Of Fours" schienen die Divergenzen zwischen Louis Rhodes' Passion für klassische Songs und Andy Barlows obsessivem Interesse an Beats und Elektronics unüberbrückbar. Jetzt haben sich beide wieder zusammengerauft, nicht jedoch ohne sich als ausgleichenden Faktor erstmals Gäste ins Studio einzuladen. Mit Jimi Goodwin (Doves), Arto Lindsay, Michael Franti (Spearhead), Scratch Perverts und Me'Shell Ndegèocello erreicht das Ergebnis zwar nicht ganz die Qualität des Lamb-Debüts, das Drum'n'Bass mit Jazz, Klassik, Blues und Pop vermählte. Aber an das überragende, melancholische, streicherveredelte Titelstück reiht sich noch so manche rhythmisch wie klanglich vielschichtige Kostbarkeit. Alle stimmungsvollen Ambient-Tracks, opulenten Popballaden und clubtauglichen Elektro-Experimente wären jedoch nur Spielerei, wenn Louise nicht mit bittersüßer Stimme für gefühlvollen Tiefgang sorgen würde. Volkard Steinbach |