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DAMIEN JURADO
Ghost Of David Sub Pop / Cargo
| Kaum zu glauben, dass Damien Jurado mit Punkrock aufgewachsen ist und Anfang der 90er in diversen Grunge-Bands in Seattle spielte. Heute ist in seiner Musik davon jedenfalls kaum noch was zu spüren. Vielmehr hat er sich zu einem beeindruckenden Sänger und Songwriter entwickelt, der in schwermütigen Balladen und zarten Folk-Pop-Skizzen bewegende Geschichten erzählt, die von der US-Presse mit den Short Stories des Schriftstellers Raymond Carver verglichen werden (Carver lieferte die Vorlage für Robert Altmanns Meisterwerk "Short Cuts"). Hierzulande ist Damien Jurado trotz einer gemeinsamen Tournee mit den Pernice Brothers und der Veröffentlichung des Albums "Rehearsals For˙Departure" noch ein unbeschriebenes Blatt. Das sollte sich nun ändern, denn mit "Ghost Of David" legt er sein bislang bestes Album vor. In sparsamen LoFi-Arrangements - meist nur Gitarre und Keyboards - zelebriert Damien tief empfundene akustische Songs und verhuschte Piano-Elegien. Die intime, melancholische Atmosphäre, die Jurado allein schon mit seiner entrückten Stimme verbreitet, unterstreicht nachdrücklich, warum er von Kritikern in eine Reihe mit Nick Drake und Steve Forbert gestellt wird. Volkard Steinbach |