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JAY-Z
Kingdom Come Def Jam / Universal
| Männer jenseits der 30 kokettieren gerne mit ihrer neu entdeckten Gediegenheit. Da ist Hip Hop-Großmogul Jay-Z keine Ausnahme. Immer wieder will er das Mikro an den Nagel hängen und die Reimgefechte lieber den Jungspunden überlassen. Jetzt hat der Jiggaman aber doch noch mal die Schwergewichte unter den Produzenten (Dr. Dre, Kanye West, Neptunes) für ein neues Werk zusammengetrommelt. Wer bisher seine soulige Seite schätzte, wird erfreut sein. Auf dem aufrüttelnden, triumphalen "Show Me What U Got" etwa scheint sich der Geist von Curtis Mayfield seiner Zunge zu bedienen. Jiggas melodiöser, geschmeidiger Rapstil passt denn auch wunderbar zu "30 Something": Hier lässt Dr. Dre - selber eher ein 40-Something - eine lässig swingende Piano-Spur über ganz und gar unspektakuläre Beats flippen. Smoking-Liebhaber Jay-Z rappt dazu über die modischen Todsünden seiner Jugend ... und der Hörer bekommt so langsam eine Vision: Jay-Z als Entertainer in Las Vegas mit Dre am Pianoflügel. Ein Album des souveränen Understatements. Frank Krings |