IRON MAIDEN
A Matter Of Life And Death
Emi

Das neue Monumentalwerk der britischen Metal-Bastion spaltet die Fans noch stärker als der Vorgänger, obwohl es längst nicht so kontrovers ist wie etwa die letzte Metallica. Ganz im Gegenteil - der Maiden-Aficionado wird sich bei jedem Drumbreak, jedem folkigen Intro, jedem zweistimmigen Gitarren-Lead schnell zuhause fühlen. Und davon gibt's ne Menge auf dem erneut bekloppt betitelten Werk (nach "Live After Death" und "Dance Of Death" schon der dritte Todestitel ...). Steve Harris und sein Gitarren-Dreigestirn toben sich instrumental aus wie lange nicht, gerne wird auch mal die Neun-Minuten-Grenze geknackt. Diese ausladenden Arrangements sind dabei gleichzeitig Stärke als auch Schwäche - noch nie hat sich ein Maiden-Album so wenig über einzelne Songs definiert, noch war man so weit vom Pop entfernt, so wenig hymnisch. Auf der anderen Seite funktioniert es als Ganzes, bietet Unmengen an Details und dürfte somit Fans gefallen, die Songs wie "To Tame A Land" oder "Rhyme Of The Ancient Mariner" den Mitgröhlhits vorziehen. Trotz des drucklosen Sounds das wohl verschrobenste Maiden-Album überhaupt.
Toby Schaper