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INTERPOL
Turn On The Bright Lights Labels / Virgin
| Die Britpop-Gazetten schlampen alle hippen neuen Bands schnell mal gern in eine Schublade, und so finden sich Interpol neben den Strokes, Moldy Peaches etc. pp. in einer äusserst unpassenden Gesellschaft. Denn diese New Yorker klingen britischer als jede schnarchige Inselaffenband. Interpol machen nämlich nicht den Fehler, die immergleichen Vorbilder zu recyclen. Nein, sie haben sich ihr eigenes Einflussfeld abgesteckt und auf den bleichen Leib geschneidert. Denn hier feiern Songstrukturen und Sounds Wiederauferstehung, die man bei Joy Division, Echo & The Bunnymen und vielleicht auch Joseph K. mal hörte. Vor 20 Jahren. Aber das Schöne ist: Keine Gruftgefahr! Die haben Eier. Können auch mal den Punkrockprügel andeutungsweise rausholen. Schreiben schöne Songs. Und Sänger Paul Banks jammert voll Charme und mit leicht absurdem Humor. Schlechte Laune, here we go. Karl Koch |