THE HIVES
Tyrannosaurus Hives
Universal

"Veni, Vidi, Vicious": Das war ein elegantes, perfektes Sixties-Garagen-Retro-Monster, welches in schlanken 30 Minuten alle Poren freibombte. The Hives hatten mit diesem Album Jahrzehnte der Sixties-Rezeption punktgenau in die Jetztzeit gebeamt. Was soll danach noch kommen? Enter "Tyrannosaurus Hives": Nach dem Monkees-meets-The Sonics-Intro geht's atemlos weiter mit einem Devo-Kinks-Hermaphroditen, der grandiosen The Who-Im-Dreck-Single "Walk Idiot Walk", und weiter, weiter, atemlos, punkiger, power-poppiger, dreckiger, aber auch tanzbarer, dämonischer, insgesamt variabler als der Vorgänger. Was für ein herrlich überkandidelter Screaming Jay Hawkins-Tribute in "Diabolic Scheme"! Und das alles ohne den geringsten Druckverlust. Grandios! Hatte ich schon erwähnt, dass diese Platte keine halbe Stunde dauert? So muss es sein: All killers, no fillers.
Karl Koch