THE HIVES
Veni Vidi Vicious
Burning Heart / Epitaph

Sixties-Revival in Schweden? Die Stooges out und die Chocolate Watchband superhip? The Hives haben sich jedenfalls mit Leib und Seele dem Garage-Punk verschrieben, so wie ihn ihre Vorbilder, die Nomads, vor fast 15 Jahren schon mal zelebrierten. Dass sie dabei songtechnisch nicht ganz so gut abschneiden wie etwa ihre Landsmänner von The (International) Noise Conspiracy, machen sie durch ihre rauhe Spielart zwar wett, aber die ein oder andere zündende Melodie wäre schon schön gewesen. Trotzdem, auch die Hives bringen auf ihrem Album authentisches Feeling zustande. Herrlich verzerrte Gitarren treffen auf rumplige Schlagzeugbeats und einen Sänger, der ordentlich Scream in der Kehle hat. Da kramt man doch glatt die alten Originale wieder vor: The Seeds, 13th Floor Elevators, The Haunted etc. Oder die grandiosen "Back From The Grave"-Sampler auf Crypt Rec., nach denen man vor Jahren noch durch die Nächte tanzte. Was The Hives und ihr Debut betrifft: Daumen hoch, auch wenn der ganz grosse Wurf hier noch nicht gelungen ist.
Mirko Puzic