HERBERT
Bodily Functions
!K7 / Zomba

Reicht es nicht, einfach zu schreiben, dass diese Platte sehr, sehr schön ist? Grr, wohl nicht. Also: Matthew Herbert, auch bekannt als blablabla, egal, hat eine Sängerin gefunden, nennen wir sie x, weil ich keinerlei Infos zu dieser Platte besitze, mit einer Sade nicht unähnlichen Stimme, zu der Herbert die beste Spätnachtmusik seit ewigen Zeiten produziert hat. Schwelgerisch und immer am Rande des Kitschs. In Stücken wie "The Last Beat" befinden wir uns völlig ungebrochen im Reich des Barjazz, letzte Runde, John Woo-Romantik undsoweiter. Sonst aber: Elegant raffinierter und doch minimaler House mit Melodien, die einfacher, schöner, und, im Falle von "It's Only", seelenerweiternder und majestätischer kaum sein könnten. Herbert agiert wie ein klassischer Jazz-Arrangeur, nutzt seine Fähigkeiten ganz im Dienst der Stimme und - jawohl - des Songs. Was bei Luomo nur angedeutet und umkreist wurde, hier wird es erfüllt. Mindestens so groß wie die erste Nicolette damals. Und: Moloko, esst eure Herzen aus!
Karl Koch