TOMMY GUERRERO
Soul Food Taqueria
Mo' Wax / Zomba

War das schön, als vor Jahren Tommy Guerrero mit seinem ersten Album "A Little Bit Of Somethin'" durchs Haus schallte. Die Welt ein sonniger Nachmittag im heißesten Sommer, es galt nur noch die träge Luft durch relaxte LoFi-Gitarrenskizzen ein bisschen zu rühren. Nun also wieder Guerrero. Und nichts hat sich geändert. Okay, da gibt es manchmal Gastsänger und -Rapper, die Bossa-Rhythmen haben sich verstärkt, aber immer noch rutschen Gitarren und Bässe angenehm gniedelnd umeinander rum, aber wirklich entwickelt hat sich hier nichts. Ich stelle mir Guerrero ein bisschen wie die entspanntere Variante des Kioskbesitzers in "Smoke" vor: Morgens den Laden aufmachen, die Sonne geht auf und sie geht unter, da ist der Strand, die Luft ist warm, und jeden Tag eine kleine Skizze machen. Warum ändern, was gut ist?
Karl Koch