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ROLAND GIFT
Roland Gift Polydor / Universal
| "Er liebkost die Songs mit einer samtglänzenden Stimme, die Fans von Al Green und Smokey Robinson ungemein ansprechend finden", schrieb einst ein englisches Musikmagazin über Roland Gift, den Sänger der Fine Young Cannibals. Wir erinnern uns: In den 80ern landete das britische Trio Welthits mit Songs wie "Ever Fallen In Love" und "She Drives Me Crazy". Der letzte Erfolg, "Flame", markierte 1996 das Ende der Band, die das Soul-Erbe der 60er unter besonderer Berücksichtung von Stax Records und Otis Redding mit modernen Pop-Techniken vereinigte. Das war jedoch nie wirklich was besonderes. Aussergewöhnlich war nur die Stimme Roland Gifts. Und die steht natürlich einmal mehr im Mittelpunkt des ersten Soloalbums des Sängers mit Schauspielambitionen. Als Sänger hat er eine eigene Identität. Keine Diskussion. Seine Musik dagegen ist beliebig. Ausbalanciert zwischen Pop, Soul, Gospel und Jazz, was also in etwa der Mischung der Fine Young Cannibals minus deren Dance-Ambitionen entspricht. Will sagen: "Roland Gift" ist mehr kalkuliertes Gefühlskino denn echte Passion und kein wirklich notwendiges Comeback. Volkard Steinbach
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