GHOSTFACE KILLAH
Supreme Clientele
Razor Sharp Records / Epic

In letzter Zeit sah es für die Wu-Tang-Familie recht finster aus: musikalisch konnten nicht mehr allzu viele Veröffentlichungen überzeugen. Insbesondere mit seinem "Bobby Digital"-Epos hat Produzent RZA wohl endgültig die Fans vergrault. Mit der zweiten Ghostface Killah-CD scheint nun endgültig die Wende vollzogen zu sein. Die schrägen Klänge wurden zugunsten etlicher Soul-Samples der 70er Jahre eingemottet, was diesen Songs sehr viel Wärme verleiht. Insbesondere Stücke alter Platten des Hi-Records-Labels (Ann Peebles, Al Green, Syl Johnson etc.) tauchen immer wieder auf, und auf "The Grain" hören wir zerkratzte alte Platten von Rufus Thomas. Diese Rückbesinnung auf alte Hip Hop-Tugenden tut dem Sound allemal gut und auch der Ghostface Killah scheint sich mit diesen Backing Tracks wohl zu fühlen. Highlights gibt es mehr, als man hier auflisten könnte. Lediglich die Gesangseinlagen, die Ghostface Killah ab und zu zum besten gibt, sind eine echte Prüfung für den Hörer. Vielleicht wollte der RZA doch noch ein paar schräge Sounds dabei haben?
Mr. Chekov