LISA GERRARD
Ost Whale Rider
4ad / Zomba

Früher Sängerin bei Dead Can Dance, ist Lisa Gerrard inzwischen zur oskargekrönten Filmkomponistin herangereift. Für "Gladiator", "Ali" und "The Insider" schuf sie wallende Soundscapes, verfeinert mit ihrer reinen Stimme. Böse Menschen nennen das auch gerne mal "Enya für Schwarzkittel", aber gut. Für den Film "Whale Rider", der vom Schicksal eines jungen Mädchens im Zusammenhang mit einer alten Maori-Legende erzählt, hat sie ihre Stimme über weite Strecken schweigen lassen. Stattdessen weben und wabern die elegischen Soundscapes verhallt dahin, und lassen weite Landschaften, die blaue See und schicksalshafte Augenblicke erahnen. Weit ausholend und mild düster ist die Musik, minimalistischer Badalamenti, auf Dauer nerven die sich ineinanderschichtenden Synthie-Streicher - das hätte mit Orchester sicher schöner geklungen. Für Fans des Films, von Lisa Gerrard und fürs entspannende Aromatherapie-Massagebad.
Karl Koch